Nochmal zur Kueste

Freitags gings auf zur Kueste. Genauer gesagt nach Kaloleni fuer ein Medical Camp und danach fuer zwei Tage nach Malindi zum Urlaub machen 🙂 Medical Camp? Was ist das? Sowas wird – derzeit – zwei Mal im Jahr von Organisationen die mit Freiwilligen arbeiten organisiert, um Medikamente und medizinische Behandlungen zu Menschen zu bringen, die sonst nie zum Doktor gehen bzw sich die Medikamente einfach nicht leisten koennen.

Unsere Gruppe hat aus Mdedizinstudenten, Krankenschwestern, nen Apotheker und nen Haufen medizinischer Laien bestanden. Freitags gings mit dem Bus tagsueber nach Mombasa und dann mit dem Matatu nach Kaloleni, ein ziemlich kleines Dorf. Abends angekommen haben wir dann gleich das Essen fuern naechsten Tag vorbereitet und Medikamente sortiert. Sprich Hunderte kleine Umschlaege mit Medikamentennamen, sowie Zeiten und Haeufigkeit zum Einnehmen draufschreiben. Und dann noch Medikamente einfuellen. Das hat dann bis 2 Uhr frueh gedauert! Am naechsten Tag gings dann zur Schule, wo unser Camp war. Anfangs war ich bei der Patientenanmeldung (Name, Alter, Geschlecht), war ganz lustig und ich hab meine Kiswahilikenntnisse gut nutzen koennen. Spaeter gings zum Fiebermessen, das anstrengend ist, wenn es gerade ein Kind ist, das vor Weissen Angst hat! Nach den Mittagessen wurde ich zum Blutdruckmessen kommandiert, was ja nicht soo interessant ist, man hat aber Zeit mit den Leuten zu reden.
Am naechsten Tag gings nur bis Mittags und ich hab die ganze Zeit in der Medikamentenausgabe gearbeitet. Man bekommt also die Rezepte, die die Medizinstudenten erstellt haben, sucht die Medikamente zusammen, gibts den Patienten, erklaert welches Medikament fuer was ist, wie mans einnehmen muss und stellt klar, dass auch alles verstanden wurde. Hoert sich einfacher an als es ist, habe dabei einige neue Kiswahiliwoerter gelernt und auch viele Danke schoens gehoert 🙂 Und weil die Meisten bei der Ausgabe auch Wazungu waren, habe ich immer wieder mit Kiswahili ausgeholfen. Hat viel Spass gemacht! 😀
Alles in Allem war das Medical Camp echt cool, auch wenns anstrengend war.

Am Sonntag gings nachn Mittagessen weiter nach Malindi, wo leider das geplante Gaestehaus voll war. Aber wir wurden gleich von der Freundlichkeit dort ueberrascht und sind zur naechsten Pension gefahren – sowas gibts in Nairobi nicht! Malindi ist zur Zeit total leer, die touristen kommen erst naechsten Monat, dementsprechend leer und ruhig war auch der Ort – perfekt zum Ausspannen.
Montags gings zum Schnorcheln und Glasbootfahren, hatte auch ne Unterwasserkamera mit schoen altmodischen analogen Film mit mir. Damit habe ich dann auch viele Fotos gemacht, ob das Wasser das dann einen Drittel der „wasserdichten“ Huelle gefuellt hat, den Fotos so gut getan hat, wird sich noch zeigen. Nachmittags sind wir durch den Ort gewandert und sind zu nen deutschen Biergarten gegangen, der sowas von gar nicht deutsch war.
Am naechsten Tag is das Wetter noch schlimmer geworden, es war zwar schoen warm, aber es hat immer wieder geregnet. Also noch ein paar Souvenirs am Touristenmarkt (der hat wirklich so geheissen!) gekauft und nachmittags gings zu den Gede-Ruinen aus dem 17. Jahrhundert. Die waren ganz interessant, sind vom Aufbau her aehnlich wie alte Staedte in Europa oder Burganlagen. Ja, und am gleichen Abend gings dann mit dem Nachtbus zurueck nach Nairobi.

Der Trip war also sehr interessant und erholsam. Kann man oefter machen 😉

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2 Antworten to “Nochmal zur Kueste”

  1. stefon Says:

    Das klingt ja fein.

    aber dazu darfst mehr erzählen:
    „deutschen Biergarten gegangen, der sowas von gar nicht deutsch war.“
    inwiefern?

  2. karibukenia Says:

    Im Reisefuehrer wurde es als deutscher Biergarten angepriesen. Es war dann einfach ein Lokal ,das zwar ne Aussenflaeche hatte, aber gar nichts – weder Tische, Stuehle, Getraenke, Musik … – hat auch nur ei nwenig deutsch gewirkt. Das deutscheste war der Gast mit nen bayerischen Bart 😀

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