Kwetu Home of Peace

Seit Montag bin ich beim Projekt und ich bin herzlichst aufgenommen worden. Zur Erinnerung: Kwetu Home of Peace (http://www.kwetuhome.org/) ist ein Rehabilitationszentrum fuer ehemalige Strassenkinder (Strassenburschen, Jungs die auf der Strasse gelebt haben… gibt es ne gute Uebersetzung fuer street boys?). Die Kinder gehen entweder aufs Internat und kommen in den Ferien zurueck, gehen auf ne Tagesschule und schlafen im Heim und die juengeren und neueren Kinder sind die ganze Zeit am Gelaende. Es wird von der katholischen Kirche geleitet, die Nonnen sind hauptsaechlich fuers Organisatorische zustaendig, die Arbeit mit den Kindern machen Angestellte und Freiwillige. Neben mir sind 4 andere Freiwillige da, eine Schwester aus Deutschland: die meisten davon sind aber nur fuer 2 Monate hier. Tagsueber sind ca 20 Burschen zwischen 7 und 14 am Gelaende und ich hab sie jetzt schon ins Herz geschlossen 🙂 Ic geh zu Fuss zum Projekt, das dauert ca ne halbe Stunde.

Bisher hab ich versucht mich einzufinden, einfach das tun, was die Kinder auch machen: Essen vorbereiten, Boden kehren, Waesche waschen, Fussball oder andere Spiele spielen, Buecher lesen… hat bisher ganz gut geklappt, auch wenn ich bei weitem noch nicht alle mit Namen kenne. Ab naechster Woche gibt es einen strengeren Zeitplan, weil dann die Ferien aus sind; dann werd ich auch irgendwas unterrichten. Was genau wird morgen ausgemacht, aber ich werd den Kindern auf alle Faelle den Computer naeher bringen, die werden derzeit gar nicht genutzt. Ich arbeite Montag bis Freitag von 8:30 bis 16:30, nur derzeit kommts mir nicht wie Arbeit vor, ich geh direkt ungern nach Hause, die Zeit verfliegt total schnell.

Was ist sonst noch passiert: Am Samstag war ich mit der Jugendgruppe der Kirche zu der ich geh im Kinom haben „Iron Man“ angesehen, die Gruppe ist ganz gut um ein wenig Anschluss am sozialen Leben zu finden 🙂 Sonntag war ich wieder in der Kirche, weil ein Bischof da war, Firmungen waren und ich vorher noch beim Jugendgottesdienst war hat das 5 (!!!) Stunden gedauert. Und ich hab mit der Jugendgruppe vor der ganzen Kirche „Oh Happy Day“ und ein anderes Lied gesungen; das war ziemlich schraeg. Am Sonntag nachmittag waren wir dann Eislaufen. Ja, Eislaufen 🙂 Hat ziemlich Spass gemacht, Frank (mein Gastbruder) kanns sogar ziemlich gut. Allerdings: Eislaufen ist gefaehrlich! Ich bin einmal mit voller Wucht gegen die Bande gedonnert. Hatte daher am Montag ein geschwollenes Knie, das bei jeder Bewegung weh getan hat. Mittlerweile ist es aber kaum noch geschwollen und tut nicht mehr weh, der kleine Zeh ist immer noch leicht geschwollen *grins*

Von all dem hab ich aber keine Fotos gemacht, weil meine Kamera gerade nicht funktioniert. Ich muss mal am Samstag zu nen Canon-Shop und hoffen, dass sies reparieren koennen. Und hochladen geht daher auch nicht.

Weil ich in ner E-Mail darauf angesprochen wurde: Ein Hausmaedchen hat in Kenia jede Familie ab Mittelklasse, das ist also nichts besonderes. Das Hausmaechden kocht, putzt, waescht die Waesche (auch meine, ausser Unterwaesche, die mach ich selbst).

Mit meinem Englisch hab ich hier kaum Probleme, bei manchen Worten gibts einfach zwischen dem Englisch das ich gelernt hab und dem kenianischen Englisch ne andere Aussprache, aber das funktioniert auch (zB wird bird and bat praktisch gleich ausgesprochen). Mit meiner Familie unterhalte ich mich grossteils in Englisch, ich versuche aber immer wieder auf Kisuaheli zu antworten. In Kwetu Home of Piece ist es das Gleiche, nur koennen da die juengsten kaum Englisch. Aber die Kinder da lehren mich eh jeden Tag Kisuaheli, einer, der kein Englisch kann, hat mich mal an der Hand gepackt, ist mit mir herum gegangen, hat auf Dinge gezeigt und dabei gesagt, wie es auf Kisuaheli heisst. Total suess.

Und ja: Meine Familie ist schwarz. Hab das bisher nicht geschrieben, weil das fuer mich ganz klar ist. Wenn ichs nicht extra dazuschreib ist jeder Schwarz 🙂

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2 Antworten to “Kwetu Home of Peace”

  1. Sebastian Says:

    Und in München hast du dich vor dem Eislaufen immer gedrückt!

    Lese deinen Blog mit viel Aufmerkasmkeit und Spannung,

    Lieben Gruß,
    Sebastian

  2. karibukenia Says:

    Und mit Recht habe ich mich gedrueckt, kaum geh ich Eislaufen, tu ich mir weh 🙂

    Gruess die Muenchner von mir,
    Erik

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