Archive for August 2008

Freizeit ueber Freizeit

28. August 2008

Ich hab mir nochmal mein letztes Posting durchgelesen, war ja sehr wirr geschrieben, liegt wohl daran, dass ich echten Zeitdruck hatte; ich gelobe Besserung 😉

Die Woche ohne Arbeiten ist echt angenehm, ich kann tun was ich will, die Gegend und die Familie kennenlernen. Ueber die Familie, die ich hab bin ich immer gluecklicher: Manche duerfen alleine nicht ausn Haus und/oder haben gar keine Gastgeschwister. Mich haelt die Familie immer auf Trab, man hat immer wem zum quatschen oder was unternehmen und wenn ich dann zum arbeiten anfang, hab ich ja staendig was zu tun 🙂

Bisher hab ich jeden Tag mit Frank irgend nen Sport gemacht, Fussball gespielt, Schwimmen.. oder gestern Rugby. Allerdings kann Rugby gefaehrlich sein!! Hab mir dabei den linken kleinen Zeh ausgerenkt, aber wofuer hat man den einen Gastbruder: zum Einrenken natuerlich. Ist heut dementsprechend geschwollen, aber das wird auch wieder 🙂

Was noch total ungewohnt ist, ist die Haushaelterin, die bei der Familie arbeitet. Finds irgendwie unangenehm mich bedienen zu lassen, bzw immer Vorrang vor ihr zu haben.

Die Gegend in der ich wohne (South C, Mugoya) ist ein Gebiet wo hauptsaechlich Leute vom Militaer wohnen. Dementsprechend sieht man morgens und abends immer wieder Leute in Tarnkleidung herumgehen, und hin und wieder einen Militaerjeep. In der Naehe ist ein internationaler Flughafen (hauptsaechlich innerhalb Afrikas) und ein Militaerflughafen. Die letzten zwei Tage waren echt oft Militaerflugzeuge zu hoeren, ist irgendwie komisch 🙂 Eine Adresse von mir gibts anfang naechster Woche, einfach wieder melden, wer sie haben will.

Heut war ich auf der oesterreichischen Botschaft um mich als Auslandsoesterreicher zu registrieren und um wegen der Nationalratswahl anzufragen. Ich werd also ne Wahlkarte beantragen, die zur Botschaft schicken lassen und dort waehlen.

Die Temperatur schwankt derzeit zwischen 20 und 30 Grad am Tag, ist also ganz angenehm, so laessts sichs aushalten. Und gestern gabs den ersten Diebstahl, einer Freiweilligen aus unserer Gruppe ist aus dem Matatu (ein kleiner Bus fuer ca 10 Leute mit lauter Musik und riesigen Flachbildschirmen) durchs offene Fenster das Handy geklaut worden…

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Erik hat eine Familie gefunden

25. August 2008

So, ich hab heute hoffenlich ein wenig mehr Zeit zum schreiben.

Also ich bin seit Samstag bei ner Familie und war seitdem staendig beschaeftigt. Kurz was ueber die Familie: Vater (Geoffrey) ist Pilot beim Militaer, Mutter (Jane) arbeitet in einem grossen Krankenhaus, es gibt zwei Soehne: Frank (14) und den aelteren (Dan, 18) hab ich noch nicht getroffen, der ist in nen Internat. Sie haben zwei Autos (einer davon ein aufgemotzter Subaru) und ein Haus in ner ziemlich netten Gegend in Nairobi.

Frank

Samstags war ich mit nen Neffen per Auto unterwegs, hab die Mutter im Krankenhaus besucht, war fuer 5 Minuten auf ner Lua- Hochzeit (Lua=Stamm in Kenia), bis 22 Uhr war ich vielleicht fuer 5 Minuten im Haus. Und dann haben wir uns Bruce Allmaechtig angesehen 😉

Sonntag gings in die Kirche 9:30 bis ca 12:15.. und das wird jeden Sonntag so sein, naja.. koennt schlimmer sein. Dann bin ich mit Frank und seinem Cousin schwimmen gegangen und dann daheim Karten gespielt. Heut hat mir der Vater die Gegend gezeigt und grade bin ich mit Almuth (die ganz in der Naehe wohnt) im Internet Cafe.

Und alle sind total nett, hab echt ne super Familie bekommen udn vor allem ist da ned nur ne aeltere Frau wie bei anderen Leuten.

Was gibts noch zu erzaehlen: der Nairobi National Park ist nur 200 Meter von mir entfernt, da werd ich die Woche noch hinschauen. Ab 1. September geht die Arbeit im Kwetu Home of Piece los, wo genau des is, werd ich mir morgen ansehen. Und wenn wir des Fahrrad reparieren, werd ich immer mitn Fahrrad dahin fahren 😀 Und mir ist schon vom Vater angeboten, dass ich mal mitn Subaru fahren darf, wenn ich will.

Die Familie ist also schon mal gaanz anders als erwartet (viel reicher), bin schon gespannt wie Kwetu sein wird.

Danke fuer die Sportinfos, ich wusste ja immer, dass Janko staendig Tore schiesst.

Uebersetzung der Beschreibung von Kwetu: Wenn moeglich ein maennlicher Freiweilliter. Sollte mit fruehreren Strassenkindern arbeiten und in verschiedenen Bereichen des Zentrums mitarbeiten. Sollte die Jungs auf Trab halten. Wegen Vitaminen brauchst die sowieso keine Sorgen machen, weil ich da genug Tabletten mithab.

Nightlife in Nairobi war ganz witzig. Im ersten Club waren halt viele alte Weisse, des war ein wenig komisch. Scheisse war halt, dass ich am naechsten Tag krank war. 39 Grad Fieber usw. Hab dadurch das Nairobi Hospital kennengelernt, war da insgesamt fuer 5 Stunden, aber sei Mittwoch gehts mir wieder gut 🙂 Es war halt etwas schockend, als der Arzt im Krankenhaus gesagt hat, dass ich Malaria haben koennt. Die 20 Minuten bis ich die Testergebnisse hatte waren nicht lustig!

Mehr spaeter in der Woche, jetzt hol ich meinen Gastbruder von der Schule ab 🙂 Freu mich weiterhin ueber E-Mails, Kommentare, Anrufe….

Waehlen werd ich wahrscheinlich in der oesterrichischen Botschaft, muss da eh noch die Woche hin, um mich zu Registrieren.

Erste Woche ist vorbei

16. August 2008

Ich kann leider nicht jede E-Mail und jedes Kommentar einzeln beantworten, daher schreib ich hier die wichtigsten antworten 🙂

So, die Haelfte des Orientierungscamps ist vorbei, ich freu mich schon total, wenn ich meine Familie kennenlerne und endlich das erste Mal im Projekt bin. Im Camp ist es halt so, dass man in Kenia ist, aber doch noch in ner geschuetzten Umgebung, ist am Anfang echt gut! Mein Projekt heisst „Kwetu Home of Peace“. Beschreibung: „Preferably a male volunteer¨ Willingness to work with former street boys¨ Be willing to assist in different areas of the centre¨ Be creative in order to come up with activities so that the boys are not idle¨ Computer literate“ Also werden die nen Computer haben, mal sehen, ob ich auf Linux umstellen kann 🙂

Und ziemlich cool: In den Schulferien hab ich auch frei, das heisst ich hab ca 3 Monate zum riesen, wenn ich die Ferien genau weiss, lass ichs euch wissen.

Zum trinken gibts immer schwarzen Tee, mit viel Zucker schmeckt er ganz gut. Teatime gefaellt mir mittlerweile total 🙂 Mit Swaihili gehts ganz gut, da hab ich ja 3 Stunden taeglich Unterricht. Nilikunywa chai na nilikula yai. Heisst zb ich habe Tee getrunken und Ei gegessen 😉 Macht schon Spass, ich werde halt im Projekt nen Slang ‚Shang“ sprechen muessen, weil der in Nairobni einfach total verbreitet ist. Beim Essen gibts immer mehr Abwechslung. Leckere Teigtaschen, heute gabs ne Art Palatschinken, Bohnen, Linsen, Salat, Gemuese… ist mittlerweile ganz okay.

Intyernetzugang ist in Nairobi kein Problem, alllerdings ziemlich langsam. Ich zahle pro 10 Minuten 10 KSH, umgerechnet 10 Cent, ist also ganz okay 😉

Exotische Tiere habe ich noch nicht gesehen. Obwohl, gestern Nacht hab ich mit nen suessen Kater gespielt und davor ne kleine schelende Katze gesehen, die muss ich noch fotografieren wenns geht 🙂 Und das Beste sind die Habichte: Die stuerzen sich mitten in ne Maedchengruppe (es sind auf dem Gelaende ca 500 Maedchen fuer ne Art Sommerschule), wenn es da Essen gibt. Sieht total verrueckt aus. Auf Fotos muesst ihr noch ein bisschen warten, da muss ich mich erst noch besser eingewoehnen.

Swahili-Klasse

Und ich bin schon als Australier verwechselt worden. Von einem Deutschen. Zitat: „Und das ist der Australier … aber der spricht eh Deutsch“. 🙂

Und ja, es ist Winter: Die letzten Tage wars echt kalt, da hat man schon was langarmliges anziehen muessen, aber heut is es echt angenehm, ca 23 Grad 🙂 Und ich hab Schafkopf gelernt *ggg*

Ich denke das wars fuers Erste, heut Abend gehen wir alle gemeinsam aus: Nightlife Nairobi 😉 Bin schon gespannt wie das wird.

@ Marco: Ich hoffe du rufst mich mal an!

PS: Und schreibt mir, was in Oesterreich los ist! Wie spielt Salzburg? Wie sind die Ergebnisse bei den olympischen Spielen?…

Endlich da!

12. August 2008

Endlich Internet.

Zuerst: Ich bin gut angekommen, die Reise war problemlos aber lang und ich bin gesund.  Ich bin jetzt noch fuer 2  Wochen im Orientierungscamp, dann gehts zur Familie und ins Projekt. Leider weiss ich noch nicht, welches Projekt das ist, vermutlich in den Slums von Nairobi.

Ein ueblicher Tagesablauf im Camp: 8;30 Fruehstueck, 9:00 Swahili lernen, dann 11 Uhr Tee, 11:30 Swahili lernen, 13:00 Mittagessen, dann irgendwelche Informationen, 16 Uhr Tee, 1 Stunde Informationen, Freizeit, 19:00 Abendessen und dann Freizeit. Also staendig essen. Und zwar Reis, Ugali (Maismehl) und ne Art Gulasch. Und es gibt immer Tee.

Und die Duschen sind sooo eiskalt. 10-15 Grad… So wird man echt wach ggg. Hab seit eben ein Handy, brauch dafuer nur noch ne Prepaid-Karte. Wer die Nummer haben will: einfach E-Mail schreiben oder Kommentar hinterlassen. Von Nairobi hab ich ausser der Bank zum Geld wechseln, Handygeschaeft und Internetcafe nix gesehen. Fotos gibts spaeter 🙂

Bis demnaechst, Erik

Infos von ICYE-Kenya

6. August 2008

Heute habe ich endlich eine E-Mail aus Kenia mit ein paar Informationen erhalten. Ich werde für Orientierungscamp in der State House Girls High School in der State House Road, Nairobi unterkommen. Moskitonetz soll ich erst in Nairobi kaufen, da es da nur 400 Kenia-Schlilling (ca. 4 Euro) kostet… gut dass ich gestern eines beim Eybl um 42,99€ gekauft habe, das wird eindeutig wieder zurückgegeben. Für eine Ländervorstellung sollte man einen typischen Gegenstand vom eigenen Land mitbringen – weiß jemand etwas besseres als Mozartkugeln? -> dann schreibt mir (nein, Schi sind mir zu sperrig) – und am letzten Tag vom Orientierungscamp soll ich auch noch was kochen, mal sehen ob ich Österreichs guten Kochruf erhalten kann…

Aber das eigentlich interessante ist ja, an wem die E-Mail geht und wer damit noch über ICYE nach Kenia geht: sechs Deutsche (Doris, Kirsten, Amelie, Caro, Stefan und Almuth), ein Franzose (Jordan) und vermutlich ein Däne (Mike). Ich vermute Deutsch wird mir die ersten Wochen nicht abgehen 🙂

Karibu!

6. August 2008

Willkommen auf meinen Blog, hier werde ich immer wieder – wenn ich gerade Internetzugang habe – ein paar Sätze über mein Jahr in Kenia schreiben.